Musterhaftes Leben: Mustererkennung in historischen Biographien

Biographien dienen in den historischen, literarischen und weiteren Wissenschaften als bedeutsame Quellen. Unter einer Biographie versteht man nicht nur einen modernen Lebenslauf, sondern allgemein einen personenbezogenen Text, der inhaltlich auf eine konkrete Person Bezug nimmt. Ein Nachruf oder eine Briefsammlung gehören somit auch zu Biographien und stellen Objekte von Forschungsinteresse dar. Zeugen Biographien aber möglicherweise von mehr als bloßen Ereignissen und Überzeugungen im Leben einer einzelnen Person, stecken in ihnen eventuell auch Momente des Überindividuellen?

Am 07. Mai hielt Patrick Brookshire einen Vortrag und teilte die Ergebnisse seines Promotionsprojektes mit den Studierenden und Mitarbeitenden der Universität zu Köln. Im Rahmen seines Projektes beschäftigte er sich mit unterschiedlichen Ansätzen zur Mustererkennung und Kategorisierung von Lebensereignissen aus Biographien und setzte diese mithilfe unterschiedlicher (KI-)Verfahren um.

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kuwiki – die Zukunft der öffentlichen Wissensvermittlung?

Im Rahmen eines Kolloquiums zu aktuellen Forschungsthemen in den Digital Humanities werden verschiedenste Herausforderungen der akademischen Welt beleuchtet. In der Sitzung vom 23.04.2026 stand die effektive Wissensvermittlung an die Öffentlichkeit durch Wikipedia im Mittelpunkt. Apl. Prof. Dr. Henrike Haug vom Kunsthistorischen Institut der Uni Köln eröffnete ihren Gastvortrag dazu mit einer zentralen Beobachtung: Viele Wissenschaftler*innen nutzen Wikipedia täglich, doch gleichzeitig halten sie sich erstaunlich konsequent davon fern, selbst daran zu arbeiten. Dieser Kontrast kann überraschend klingen, denn kaum ein anderes Medium prägt die öffentliche Wahrnehmung von Wissen so stark wie diese Plattform. Dennoch wird sie in der akademischen Welt skeptisch betrachtet.

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Die Bibliotheca Palatina – Vom Mythos der Wiedervereinigung

Im Colloquium „Digital Humanities – Aktuelle Forschungsthemen“ des Instituts für Digital Humanities der Universität zu Köln war am 30. April 2026 Dr. Suzette van Haaren zu Gast. Als Postdoc wirkt sie seit 2023 an der Ruhr-Uni Bochum im Projekt „Virtuelle Lebenswelten“ im Bereich „Virtuelles Mittelalter: Virtuelle Objekte in der mediävistischen Forschung“ mit. In ihrem Vortrag „How we imagine libraries: virtuality and the digital reconstruction of the Bibliotheca Palatina” widmete Dr. Suzette van Haaren sich der Frage, wie wir den Begriff „Bibliothek“ verstehen und wie wir Bibliotheken virtuell rekonstruieren können. Dabei erzählte sie die mystische Geschichte der Rekonstruktion der Bibliotheca Palatina, die sogenannte „Mutter aller Bibliotheken“ (Johann Schmidt 1641).

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